Stugan

Die Alte Hütte


Leben auf 30 m² Wohnfläche. Wohnen bedeutet sich aufhalten und ist nicht das Selbe wie die Fläche, die beim urbanen Wohnen als "Wohnfläche" ausgewiesen wird. In einem Bad, einem Flur oder auf einer Toilette wohnt man nicht - man benutzt sie bloß.

Gewohnt wird im Wohnzimmer das auch die Wohnküche sein kann. Beides ist etwas Anderes als die Gute Stube. Nicht Repräsentationsraum. Nicht eingerichtet um Andere zu "beeindrucken".

Bei Wohnen geht es darum sich wohl zu fühlen. Nicht um dekorierte "Gemütlichkeit" sondern den wohltuenden Verzicht auf Dinge die weder etwas bedeuten noch einen praktischen Zweck erfüllen.

Küchengerätschaften sind, wie auch alles Andere, nicht plazierter "Zierrat" sondern in Gebrauch.
Warum nicht Alles, was binnen Jahr und Tag nicht gebraucht wurde, einfach wegräumen? Die Hausapotheke und die Taschenlampe für Notfälle vielleicht ausgenommen.

Das ursprüngliche Zentrum menschlicher Behausung ist die Feuerstelle. Wärme und Nahrung. Auch wenn das offene Feuer in Gusseisen domestiziert ist. Hier ist der Raum wo man sich aufhält, wenn man nicht schläft oder draußen ist.

Draußen und Drinnen ist hier nicht der Gegensatz zwischen öffentlich und privat. Türen und Fenster trennen nicht. Sie verbinden. Sie haben nur die Aufgabe vor Wind und Wetter zu schützen.
Auch Geräusche dürfen passieren. Der Wind; Die Regentropfen wenn sie vom Dach auf den Boden fallen; Vögel und andere Tiere auf ihren nächtlichen Streifzügen; Das Rauschen des Bachs... Diese Geräusche sind nicht entnervend wie der Lärm der Zivilisation sondern vermitteln das Gefühl daß Alles so ist wie es sein soll.