Ein einfaches Ofenrohr im Außenbereich wird bald rostig. Ein leichter Rostansatz wurde bewußt "zugelassen" um eine griffigere Oberfläche für den späteren Anstrich mit Leinöl und im Ergebnis einen gleichmäßig dunklen Eindruck zu erreichen.
Der Anstrich erfolgte unter trockenen Verhältnissen ohne besondere Vorkehrungen. Überschüssiges Leinöl konnte hier ohne Probleme abtropfen.
Durch die Wärme beim Heizen (Hier des Badeofens) härtet der Leinölanstrich mit der Zeit vollständig aus, so daß man das Rohr nach einigen Wochen problemlos (z.B. beim Fegen) anfassen kann.
Weil der Anstrich grundsätzlich "brennbar" ist - eignet er sich nur für den Außenbereich und auch nur wenn davon ausgegangen werden kann daß das Ofenrohr nicht allzu heiß wird.
Beim Badeofen ist dies aus mehreren Gründen der Fall. Das Feuer brennt in unmittelbarer Bodennähe und die Konstruktion des Badeofen bedingt auch daß möglichst viel Energie an das Wasser abgegeben wird. Der Wassermantel setzt der Rauchgastemperatur Grenzen.
Das Ofenrohr kann also nicht, so wie dies bei einem glühenden "Kanonenofen" möglich wäre - ebenfalls glühend heiss werden.