Die haltbarste Methode Schlämmfarben wie Falu Rödfärg aufzutragen ist mit dem Pinsel. Mit dem Pinsel entsteht eine relativ dicke "Opferschicht" die wegen dem "einarbeiten" auch eine feste Verbindung mit dem Untergrund eingeht.
Beim "Wiederanstrich" habe ich dieses Mal die Spritzpistole verwendet.
Ein wahrnehmbarer Vorteil war daß (Blüten-)Staub und anderen Verunreinigungen von der den Sprühnebel transportierenden Druckluft weggeblasen wurden. Auf das Reinigen vor dem Anstrich, mit dem verhindert werden soll daß Staub und Rußpartikel zum "festen Bestandteil" des neuen Anstrichs werden, konnte also verzichtet werden.
Auch die Arbeit selbst geht mit der Spritzpistole leichter von der Hand. Auch Spalten, Risse im Holz und Winkel lassen sich besser erreichen.
Daß man weniger Farbe verbraucht ist langfristig kein Vorteil, weil die Farbschicht auch Opferschicht ist. Weil der Wiederanstrich weniger Mühe macht kann man aber auch öfter ein frisch angemaltes Häuschen "genießen".
Ein Vorteil von Schlämmfarbe in Verbindung mit der Spritzpistole ist daß man sich auch auf besonders beanspruchte Partien der Fassade beschränken kann. Die Übergänge zu Ausbesserungsstellen sind praktisch unsichtbar.
Wenn man die Farbe ohne Zusatz von Leinöl verwendet ist die Reinigung der Spritzpistole einfacher. Mit klarem Wasser durch- und zuletzt mit Luft trockenspülen - Fertig.
Hier verwenden wir das hellere Rot (Ljusröd), das vor allem ohne Leinölzusatz besser dem historischen Anspruch alter Gebäude gerecht wird als das "braunere" Dunkelrot .
Der einzige "Schwachpunkt" der hiesigen Malerarbeiten war der Kompressor, der mit seinen rund 150 Litern/Minute einfach viel zu "schwach auf der Brust" ist um den Luftbedarf der Pistole bei der Arbeit durchgehend stillen zu können.