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Griechenland. Von der Staatspleite zur Bankenpleite Bislang wird der Zahlungsunfähigkeit von Staaten mit dem planwirtschaftlichen Instrument der Preisfestsetzung begegnet. Planwirtschaftlich festgesetzt wird hierbei der Mietpreis für Geld - also der Zinssatz. Banken können sich zu einem planwirtschaftlich fesgelegten Minimalzins bei den Zentralbanken mit Liquidität eindecken. Mit diesem Geld kaufen sich die Banken anschließend wesentlich höher rentierende Staatsanleihen. Auf diese Weise werden Anlagepapiere die entsprechend der Gesetze der Marktwirtschaft zum angebotenen Preis eigentlich unverkäuflich wären - verkäuflich. Denn auf den ersten Blick ist der gewissermaßen aus "Nichts" entstehende Gewinn natürlich lukrativ. Doch letztendlich passiert hier das was Lenin zu der Bemerkung brachte: "Die Kapitalisten verkaufen einem auch noch den Strick, mit dem man sie erhängen wird." Die Kapitalisten - hier die Banken - übersehen nämlich das politische Risiko auf welches sie mit diesem "bombensicheren Geschäft" tatsächlich einlassen. Denn mit den "heissen Staatsanleihen" in ihren Tresoren haben sich die Banken in eine Position begeben in denen ihnen leicht die Schuld für das wirtschaftliche Versagen der Politik in die Schuhe geschoben werden kann. Dieser Fall zeichnet sich aktuell in Griechenland ab. Dort heben die Sparer derzeit ihr Geld von ihren Konten ab. Hieraus entwickelt sich ein Liquiditätsengpaß der Banken, welchen diese unter Umständen nur durch die Liquidation von Aktien und Staatsanleihen abwenden können. In beiden Fällen wäre ein Verkaufsverlust die Folge. Ein Verlust der seinerseits die Banken zu Sanierungsfällen werden ließe. Sanierungsfälle bei deren "Rettung" ausgerechnet der Staat als eigentlicher "Schulden- und Problemverursacher" in den Augen der Öffentlichkeit in die Rolle des "Retters der Zivilisation" treten würde. Die Frage wann und wie die dann wohl unter staatlicher Zwangsverwaltung steheden "geretteten Banken" wieder wirtschaftlich gesunden - läge somit allein in den Händen von Politikern. Jenen Politikern die also letztendlich die von ihnen produzierten Schulden mittels der Notenpresse begleichen werden - und als Schuldigen für die entstehende Inflation die Banken vorführen werden. Bravo! Lenin ist sicher stolz. |
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