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Porutschen - Die Fortbewegungsmethode Krabbeln oder robben ist nur etwas für gewöhnliche Babys - nicht für Pontus, der heute, ganz nebenbei bemerkt, 11 Monate alt geworden ist. Pontus ist ein Porutscher und zieht die aufrechte Fortbewegung vor. Schließlich will man ja auch ordentlich was von der Welt sehen, und das geht ja nicht wenn man auf allen Vieren Löcher in den Teppichboden starrt. Das Porutschen ist keineswegs ineffektiv. In den 10 Sekunden des Videos hat unser Porutscher Pontus weit über 2 Meter zurückgelegt. Das Porutschen funktioniert auch auf dem Teppich und selbst im Garten. Negativ ist eigentlich nur daß empfindlichere Höschen inzwischen schon mittels weiterer Textilauflagen verstärkt werden müssen. Insgesamt fällt tatsächlich auf wie gut und zielsicher sich unser Porutscher orientieren kann. Die in populärwissenschaftlichen Quellen mitunter erwähnte Kritik dernach das Krabbeln von großer Bedeutung für die Koordination sei, können wir nicht nachvollziehen. Das Koordinationsvermögen von Puntus ist in keiner Beziehung für sein Alter ungewöhnlich. Pontus steht auf: (06.05.2008) Langsam beginnt Pontus damit sich für den Stand zu interessieren. Manchmal gelingt es ihm schon sich ohne unsere Hilfe hinzustellen. Damit gehört die Behauptung der nach Porutscher angeblich generell wesentlich später laufen lernen als Krabbelkinder wohl auch in das Reich der Ammenmärchen. Mitunter zeigt Pontus auch daß er sehr wohl krabbeln kann. Wenn es darum geht Hindernisse zu überwinden oder sich auf losem Untergrund zu bewegen schaltet Pontus den Allrad ein um sich aber sobald wie möglich wieder porutschend fortzubewegen. Anhand dieser Beobachtung wird deutlich daß Porutschen kein Indiz für das Fehlen einer Kompetenz ist - sondern daß Porutschen einfach nur eine Alternative ist. Auch die populärwissenschaftlichen Stimmen welche dem Krabbeln eine besondere entwicklungsphysiologische Bedeutung zuschreiben sind hiermit im Grunde widerlegt. Es ist vollkommen offensichtlich daß die Fähigkeit zum Krabbeln quasi angeboren ist und keiner besonderen Übung bedarf. Porutschen ist also tatsächlich nur eine alternative Fortbewegungstechnik die dem Kleinkind unter den vorherrschenden Bedingungen vorteilhaft erscheint. Sie ist wohl in erster Linie vom in den Wohräumen vorherrschenden Bodenbelägen abhängig und vielleicht auch vom dem eingeräumten Aktionsradius. Pontus hat kein Ställchen und konnte sich schon sehr früh relativ frei im gesamten Erdgeschoß mit vorwiegend nicht-textilen Bodenbelägen bewegen. Bei geeigneter Witterung darf er auch hinaus in den Garten. Nachtrag: (07.04.2009) Inzwischen ist Pontus fast 2 Jahre alt. Die oft gelesene Behauptung dernach Porutscher sich nicht so koordiniert bewegen und entwickeln sehen wir inzwischen als so ziemlich das Widerlegteste an was wir überhaupt je gelesen haben. Selbst im Vergleich mit ein Jahr älteren Kindern ist Pontus heute ein auffallend souveräner Kletterer mit auffallend gutem Orientierungsvermögen. Sicher liegt das ja am Porutschen! Wahrscheinlich sind Porutscher überhaupt die "besseren Menschen" weil sie sich intellektuell zwangsläufig besser entwickeln. Natürlich meine ich das nicht ernst! Aber es wirft doch ein bezeichnendes Licht auf manch andere Autoren die sich offensichtlich grundsätzlich dazu hingerissen fühlen Ungewöhnlichem immer gleich Defizite zu unterstellen. |
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