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Anarcho-Kapitalismus - oder: Die Anarchismus wird erwachsen. Der Fehler der Anarchie liegt darin begründet daß iohr der Sozialismus bei ihrer Geburt zur Seite gestanden hat. Hierauf ist zurückzuführen daß viele Anarchisten sich irrtümlich im Ansatz sehr nahe an sozialistischem Gedankengut bewegen. Anarchie - ohne Herrschaft - das muß konsequent gedacht auch bedeuten daß auch Kollektive keine Herrschaft über ihre Mitglieder ausüben. Anarchie ist ja gerade nicht eine Gesellschaft in der eine wie auch immer konstituierte Mehrheit oder Minderheit Anderen Menschen etwas aufzwingen will. Es muß folglich jeder Mensch frei darüber entscheiden können in welcher Weise er mit seiner Umgebung interagiert. Diese Interaktion mit anderen Menschen oder Gruppen muß von einem freiwilligen - also damit letztendlich auch fairen - Interessenausgleich getragen sein. Viele Anarchisten lehnen die angebliche "Herrschaft des Geldes" - also Geld generell - ab und verweisen auf die Möglichkeit des Tausches. Dieser Theoretische Ansatz ist infofern korrekt als im Tausch letztendlich immer der konkreteste materielle Ausgleich liegt. Auf der anderen Seite muß man aber auch erkennen daß die Vorteile des Tauschmittels Geld die aus der Verwendung von Geld resultierenden Nachteile ohne jeden Zweifel überkompensieren. Es gibt also keinen objektiven Grund weshalb Geld mit der Begründung es übe eine unzulässige Herrschaft aus abzulehnen ist. Entscheidend ist ja im Grunde nur daß auch die Verwendung von Geld letztendlich freiwillig geschieht. Wenn Einzelne oder Gruppen innerhalb einer anarchistischen Gesellschaft Geld nicht verwenden möchten - ist dies natürlich zu respektieren. Insgesamt darf man sich ja eine anarchistische Welt schließlich nicht uniform vorstellen. Die einzelnen Menschen werden sich natürlich in ihnen vorteilhaft erscheinenden Organisationsformen zusammenfinden - Organisationsformen die in sich und für sich betrachtet gerade nicht zwangsläufig allen anarchistischen Idealen entsprechen. Wir werden im Anarchismus also sehr wohl auch autoritäre und demokratische Strukturen vorfinden. Von den heutigen autoritären oder demokratischen Strukturen unterscheiden diese sich lediglich in einem entscheidenden Punkt: Jedes Individuum kann seine Mitgliedschaft in diesen Strukturen aufkündigen. Als Beispiel gäbe es hier z.B. die traditionelle Familie als Beispiel für eine Struktur in der wir autoritäre und demokratische Merkmale wissen. Mitglieder der Familie leben zwar nicht in einer herrschaftslosen Struktur - aber die Mitglieder können diese Struktur verlassen. Ein ähnliches Bild ergäbe sich in fundamentalistisch-religiösen Gruppen mit Blick auf die Herrschaft von Religionsführern oder den Normen des Glaubens. Entscheidend für eine kompatibilität mit einer anarchistischen Gesellschaft ist die Möglichkeit Vereinigungen zu verlassen. Die eigentliche Grundvoraussetzung für Anarchie liegt im Fehlen von allgemeinen Steuern - also Abgaben welche unabhängig der Frage von der Mitgliedschaft in einer Gruppe oder der Inanspruchnahme von Leistungen oder Dienstleistungen erhoben werden. Steuern sind abzulehnen da diese durch den entstehenden monetären Zwang zumindest den Spielraum der freien Lebensgestaltung einschränken. Als Beispiel möchte ich hier eine subistent wirtschaftende Kleinbauerngruppe anführen welche keine Überschüsse erwirtschaftet. Eine wie auch immer geartete Besteuerung würde diese Lebensform grundlegend in Frage stellen. Eine weitere Grundvoraussetzung für Anarchie ist das Recht auf Eigentum. Eigentum entsteht durch friedliche Inbesitznahme und Arbeit. |
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