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Bayrischer planwirtschaftlicher Schulwahnsinn (Onsdag, 20:e Juni 2007)

Entsprechend aktueller Zahlen erwerben 44% aller Hochschüler aus Bayern ihre Hochschulzugangsberechtigung auf dem zweiten Bildungsweg. Zugleich müssen bayrische Viertklässler unter erheblichem Druck einen vom Kultusministerium vorgegebenen Notenschnitt aufweisen um auf das Gymnasium wechseln zu können.
Offensichtlich wird bei diesem Aussiebevorgang ein nicht unerheblicher Prozentsatz von durchaus leistungsfähigen Schülern vollkommen zu Unrecht und gegen den eigenen Willen und den Wunsch der Eltern ausgesiebt.
Warum, so fragt man sich, wird die Entscheidung der Schulwahl eigentlich nicht den Kindern bzw. deren Eltern überlassen? Wohl um den Bestand der Hauptschule zu sichern? Eine Schulform für die sich freiwillig weder Schüler noch Eltern entscheiden würden - selbst dann, wenn sie durchaus eine Zukunft in einem handwerklichen Beruf in Betracht ziehen.
Na da haben die Eltern ja nochmal Glück im Unglück gehabt - ich wage mir nicht vorzustellen was los wäre, wenn das Kultusministerium um den Bestand der Sonderschulen fürchten würde!

Angesichts dieser bedenklichen Situation erwägen wir ernsthaft unseren Kleinen mit einzelnen Kindergartensaisonen in Schweden den (sprachlichen) Zugang zu einem auch qualitativ besseren und auch wirklich durchlässigeren Schulsystem offen zu halten.

Wir sind jedenfalls nicht bereit für die ideologische Verbohrtheit und mangelnde Reformfähigkeit ganzer Generationen bayrischer Kultusminister und CSU-Politik mit der Zukunft unseres Kindes zu bezahlen!


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      Peter: (28.09.2007)
      Restlos ad absurdum geführt wird die bayrische Schulpolitik durch die Tatsache dass die Industrie über den Mangel an Ingenieuren und anderen akademisch gebildeten Fachkräften klagt.
      In Bayern wird das Potenzial sinnlos ausgesiebt und in Ausbildungszweige abgedrängt, die weniger hohe Qualifikation erfordern.

      Ist das nun mal wieder ein Beispiel für die Klientelpolitik der CSU, nach der man seine eigene übersichtlich begabte Stammwählerschaft nicht mit einer bessersituierten Elite vor den Kopf stossen möchte?
      Im bayrischen Bildungssozialismus werden Ausbildungsgänge jenseits der Landwirtschaftsschule offensichtlich beargwöhnt.
      Danke sagen die bayrischen Schüler ohne elterlichen Betrieb oder Bauernhof, die sich auf dem deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt mit dem Produkt der Bildungssozialimen sozialdemokratischer Länder messen lassen müssen, welche nach dem Motto "Jedem (Deppen) sein Abitur" das andere Extrem markieren.