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Piraten - Kollektivisten


Befehle bleiben Befehle - Echte Freiheit ist befehlsfrei!


In Krisen neigen Menschen zu kollektivistischen Ideologien wobei Sozialismus und Nationalsozialismus lediglich die Spitze des Eisberges bilden. Der neue Kollektivismus aus der aktuellen Krise begegnet uns in Deutschland in Gestalt der Piratenpartei. Das frappierende: Die Piraten sehen sich selbst weder als Kollektivisten noch als Ideologen. Sie sehen sich als Individualisten und Objektivisten.

Daß dem tatsächlich nicht so ist wird bereits an dem seitens der Piraten gerne gebrauchten Bild der Schwarmintelligenz deutlich. Dieses Bild ist so niedlich wie es falsch ist. Das wird am deutlichsten wenn man zum Vergleich den im III.Reich gebräuchlichen Begriff des Gesunden Volksempfindens heranzieht. Auch hier handelte es sich um eine kollektivistische Vorstellung der nach das Urteilsvermögen einer Gruppe untrüglich sei und damit per se über dem verfaßten Recht stehe. In dieser Vorstellung gründet auch jener Hauch von "Objektivität" den sich das III.Reich im Zusammenhang mit seinem Rassenwahn mißbräuchlich anmaßte. Herrschende Meinung als "Objektivitätsersatz" in der eigens geschaffenen Pseudo-Wissenschaft Rassenlehre.

Kollektive sind mitunter in der Lage Probleme effizienter zu lösen als der Einzelne. 50 paar Augen sehen mehr als Eines. Die Werktätigen bei Daimler oder VW sind natürlich erfolgreicher darin Kraftfahrzeuge zu konstruieren und zu bauen als der einzelne Tüftler. Aber diese Beispiele haben nichts mit geistiger Leistungsfähigkeit oder gar Kreativität zu tun. Denn selbiges Automobil wurde bekanntlich von einzelnen Tüftlern aus der Taufe gehoben und stammt nicht vom zeitgenössischen Reißbrett eines etablierten Technologieunternehmens.
Das Kollektiv ist lediglich Ausführungsorgan. Und als Befehlsempfänger verhält sich das Kollektiv meist auch bei potenziell freien Entscheidungen.
Letzteres ist es auch was die Ideologie der Piratenpartei in meinen Augen gefährlich erscheinen läßt. Wer an Schwarmintelligenz glaubt - der läßt sich auch von einem Schwarm leichter beeinflussen als der idividualistische Zweifler der in den Fragen die ihn persönlich betreffen lieber und vor allem besser eigenverantwortlich abwägt und entscheidet.

Eigenverantwortlich ist dabei auch etwas anderes als egoistisch. Dies wird mit Blick auf die Piraten auch deutlich wenn man deren kollektivistische Einstellung zum Recht betrachtet. Die Rechtsvorstellung der Piraten orientiert sich nicht am Recht des Einzelnen - sondern an der kollektivistischen Vorstellung eines "Gemeinnnutzen".
Nur so ist zu erklären daß das Interesse von Millionen Copy-and-Pastern höher bewertet als das Recht eines einzelnen Künstlers/Kreativen/Produzierenden. Das ist nicht Recht sondern Unrecht das bei den Piraten auf einer Pervertierung des Demokratiebegriffs gründet und nichts anderes ist als Diktatur. Hier wird lediglich die Arbeiterklasse des Marxismus oder die Volksgemeinschaft des Nationalsozialismus durch die Willkür einer demokratischen Mehrheit ersetzt. Der Kerngedanke einer wirklichen Demokratie, der darin liegt grundlegende Rechte von Individuen und Minderheiten zu schützen, wird hier in Abrede gestellt.

Die Piratenpartei ist damit eine Willkürpartei die aus einem populistischen Nicht-Verständnis von Demokratie heraus eine demokratische Diktatur anstrebt. Wie weit die Piraten dabei parteiintern bereits gekommen sind wird anhand deren Haltung zum Waffenrecht deutlich. Ein Antrag der parteiinternen Arbeitsgruppe AG-Waffenrecht wurde mehrheitlich abgelehnt obgleich er sich objektiv nachvollziehbar auf die selben Argumente und Grundrechte berief wie das Gros aller mehrheitlich angenommenen Anträge.
Konkret: Piraten sind zwar dagegen daß der Staat den Computerbesitzer mit Internetzugang unter Vorverdacht stellt und überwacht. Aber unbescholtene Waffenbesitzer darf man sehr wohl unter Generalverdacht stellen und folglich mit unter Verletzung geschützter Rechtsgüter wie z.B. der Unverletzlichkeit der Wohnung überwachen.
Besonders erhellend ist in diesem Zusammenhang auch die öffentliche Verlautbarung der Piratenpartei die im Zusammenhang mit dem genannten Abstimmungsprozeß von "konstruktiver sachlicher Diskussion" spricht - während aus Teilnehmerkreisen zu erfahren war daß die Auseinandersetzung keineswegs konstruktiv oder gar sachlich von Statten gegangen war.
Die Piratenpartei beherrscht also schon das "Schönsprech" der etablierten Parteien bevor sie selbst in diese Kategorie aufgestiegen ist. Die Grünen haben für eine vergleichbare "Rückratsverkrümmung" viele Jahre in engen Regierungsbänken zubringen müssen.

Fazit: Die (deutschen) Piraten sind Kollektivisten und damit weder freiheitlich noch liberal. Sie stehen tatsächlich in der Tradition von Nationalsozialismus und Kommunismus. Das Wort Frei geht hier im Freibeutertum unter das lediglich eine Legalisierung von Kaperbriefen zugunsten von Mehrheiten anstreben. Heute die "Musikindustrie" - morgen Jeder der nicht selbst Günstling der Diktatur ist.