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1930 und Heute Auf den ersten Blick ist die Weltwirtschaftskrise der 1930iger Jahre natürlich nicht mit der heutigen Situation zu vergleichen. Damals war die Welt noch zu sehr dem Goldstandard verbunden als daß ein Absturz in eine Deflationsspirale hätte verhindert werden können. Der Fluch der 1930iger war also die Politik "zu teuren Geldes". Auf der anderen Seite zeichnet sich heute ab daß auch die Politik "geschenkten Geldes" nicht wirklich geeignet ist das Problem zu lösen. An Stelle des Geldes als "keynesianisches Liebesobjekt" treten heute Geldanlagen mit der Folge daß wir auf der einen Seite bei Geldanlagen unübersehbar inflationäre Tendenzen beobachten können, während die Realwirtschaft sich weiterhin in einem gemessen an der Geldmengenentwicklung dramatisch deflationären Umfeld bewegt. Das Dumme ist nun einmal: Beide Finanzkrisen - die der 1930iger und unsere Heutige - haben ihre Ursachen in der Zeit unmittelbar vor der Krise. Die Ursache war in beiden Fällen zu viel und zu billiges Geld in Verbindung mit unrealistischen Wachstumsprognosen. Nur dieses Wissen hilft uns heute nicht mehr weiter. Das Kind ist mal wieder im Brunnen. Das Fatale liegt somit in der Erkenntnis daß sich das was wir als Krise bezeichnen letztendlich nicht wegdiskutieren oder wegzaubern läßt. Wir müssen die Krise als eine Phase der Reinigung und Neuausrichtung annehmen und akzeptieren. Wir müssen den Mut aufbringen uns von Industrien der Vergangenheit zu verabschieden um so den Weg frei zu machen für Zukunftstechnologien. Zukunftstechnologien die eine Nachfrage begründen können die ihrerseits groß genug ist um das derzeit angelegte Geld wieder in einen Wettbewerb zwischen Investition und Konsum zu leiten. Welche die Zukunftstechnologien sind, ist uns ja im Grunde längst bewußt. Es mangelt derzeit nur noch am Mut den Sprung ins zunächst noch kalte Wasser zu wagen. Einmal wieder ist die Zaghaftigkeit das eigentliche Problem. Kopenhagen hat dies schmerzhaft vor Augen geführt. Noch ist der kuschelige Traum vom so weitermachenkönnen wie bisher einfach angnehmer als den Sprung aus dem warmen Bettchen in einen kühlen neuen Morgen zu wagen. |
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