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Goldoni Base 20

Nachdem unsere veränderten Anforderungen im Zusammenhang mit Lindesnäs die Grenzen des Raupentrnspoters haben deutlich werden lassen stand die Frage nach einer unseren Ansprüchen genügenden Zugmaschine. Die erste Entscheidung betraf die Größe des Traktors. Gewünscht war ein Fahrzeug das sich noch mit den eigenen Mitteln trailern lassen würde.
Damit bei der Klasse "Kleintraktor" angelangt stellte sich die Frage nach einem passenden Bauweise. Hierbei verwarf ich relativ schnell die "klassische Traktorform" (Große Räder hinten - kleine Räder über dem Motor vorne) zugunsten eines Knicklenkers. Für letzteren sprach vor allem der niedrigere Schwerpunkt welcher auch eine geringere Kippneigung verpricht.
Die nächste Fragestellung war Neufahrzeug oder Gebrauchtfahrzeug. Für ein Neufahrzeug sprachen in erster Linie die mir unangemessen hoch erscheinenden Preise für gepflegte Ältere. Bessere Markentraktoren aus den 1960iger und 1970iger Jahren bewegen sich zwischen einem Drittel und einer knappen Hälfte des Neupreises eines Neufahrzeugs vergleichbarer Leistung. Nicht zuletzt mit Blick auf das "technische Restrisiko" eines Gebrauchten fiel mir hier die Entscheidung nicht zuletzt auch mit Blick auf den Werterhalt für einen Neuen nicht besonders schwer.
So fiel die Wahl letztendlich auf das Modell Base 20 von Goldoni. Mit der Fa. Landtechnik Radlmaier in Babensham haben wir einen kompetent und anständig wirkenden Ansprechpartner gefunden der den Nord-Italiener auch in erstaunlich kurzer Zeit zu einem fairen Preis bereitstellen konnte.

Die ersten winterlichen Probefahrten im Garten absolvierte der Goldoni Base 20 durchaus zu meiner Zufriedenheit. Dafür daß ich auf keine Erfahrung mit Traktoren zurückblicken kann gestaltete sich die Eingewöhnung sogar vergleichsweise entspannt. Einziger Minuspunkt ist der knapp bemessene Fußraum, der beim auf- und absteigen die Mitwirkung des Auges erforderlich macht.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist auch die Schaltung welche beim Gangwechsel über einen Gang oder Leergang hinweg ein zwischenzeitiges "einkuppeln" erwartet. Die Verarbeitung wirkt trotz der etwas einfach gehaltenen Instrumententafel durchaus bodenständig und solide.






    Erstmal deutsches Saisonkennzeichen geschrieben am 5.1.2013
      Leider hat sich die zunächst ermutigende Mitteilung von Skatteverket auf meine Anfrage als Fehlinformation entpuppt. Für einen neuen Traktor ist - anders als die Dame bei Skattverket meinte - natürlich doch Mehrwertsteuer zu entrichten. Wir würden zwar bei der Ausfuhr die deutsche MwSt erstattet bekommen - müßten dafür jedoch 6% zusätzlich entrichten.
      Entsprechend der Gesetzeslage ist erst dann keine MwSt nachzuentrichten wenn das Fahrzeug mindestens 6 Monate in einem anderen EU-Land zugelassen war und 40 Betriebsstunden auf dem Betriebsstundenzähler aufgelaufen sind.
      Diesen Anforderungen werden wir nun unter einem "minimalistischen" deutschen Saisonkennzeichen nachkommen bevor wir auf die KFZ-steuerfreie und versicherungstechnisch günstigere schwedische Zulassung wechseln.
      Um ein Fahrzeug in Schweden zulassen zu können ist keine Personennummer erforderlich. Es genügt eine Organisationsnummer.



    Saisonkennzeichen geschrieben am 26.1.2013
      Die jährlichen Kosten für das 2-monatige Saisonkennzeichen einschließlich Versicherung belaufen sich auf rund 30,-€ pro Jahr. Da dieser Betrag sich in Größenordnung einer schwedischen Ganzjahresversicherung bewegt - können wir wohl rechnerisch fast die gesamte Mehrwertsteuerdifferenz i.h.v. 6% auf den Kaufpreis als Einsparung verbuchen.
      Denn die Ausgaben für Fahrzeugpapiere und Nummerntafeln wären auch im Falle einer sofortigen Ausflaggung in Gestalt der Zollkennzeichen erforderlich geworden.
      Interessanter Weise hat nämlich ein Fahrzeug auch dann ein Zollkennzeichen zu tragen wenn es nicht auf eigener Achse ins Ausland verbracht wird.

      Wir werden jetzt also bis zum Erreichen der 40 Betriebsstunden das Fahrzeug mit deutschem Saisonkennzeichen betreiben. Anschließend erfolgt - auch wegen dem in 3 Jahren ablaufenden TÜV - die Ausflaggung nach Schweden.

    Erfahrungsbericht geschrieben am 8.12.2013
      Insgesamt machte der Goldoni Base 20 im vergangenen Sommer eine ordentliche Figur. Ein nützlicher Helfer beim Wegebau im Wald wie auch mit Bodenfräse und Heckschaufel in Lindesnäs. Als unerwartet gut erwies sich die seitliche Kippstabilität des eigentlich extrem schmalen Traktors.
      Der Brennstoffverbrauch liegt bei etwa einem halben Liter Diesel pro Betriebsstunde. Insgesamt haben wir im Sommer etwas über 50 Stunden auf den Betriebsstundenzähler gefahren.
      Auch das "Cruising" mit Goldoni und Heckschaufel brachte (vor allem den Kindern) viel Spaß im Sommerwetter des zurückliegenden Jahres.

      Negativ fiel lediglich auf daß einige elektrische Steckverbindungen sich lösten. Die Bremslichter fielen mehrfach aus - und auch bei der Batterieladung gab es zeitweise ein Problem das bis zu seiner Identifizierung je nach Standort mit Ladegerät oder Solarplatten gelöst wurde.
      Etwas suboptimal erscheint auch die Belastbarkeit am Fahrzeugheck. Hier wäre etwas mehr Hubkraft ebenso wünschenswert wie etwas mehr Ballast auf der Vorderachse. Letzteres Problem werden wir durch den Zukauf von 2x30 kg Radgewichten reduzieren. Auch daß der Handgaszug dazu neigt sich bei höheren Temperaturen selbst "zurückzunehmen" empfinde ich als etwas ärgerlich.


    Start nach erstem Winter geschrieben am 30.4.2014
      Zu Ostern startete der Goldoni widerstandslos bei der ersten Drehung am Schlüssel. Es war noch nicht einmal nötig der Batterie per Kabel oder Lader Starthilfe zu spenden. Auch bei den Arbeitseinsätzen zu Ostern zeigte sich der Base 20 mit den zugekauften Radgewichten an der Vorderachse als nützlicher Helfer. Die Radgewichte sind eine nütliche Ergänzung - vor allem in Kombination mit der Heckschaufel. Vorbei die Tendenz zum Abheben bei gut gefüllter Schaufel.