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Die Utopie vom Energiesparen

Der primäre Anreiz beim Energiesparen ist in unserer Wirtschaftsform das Geld. Und eben da liegt die Wurzel der Utopie vom Energiesparen. Was geschieht in einem Haushalt der durch eine sinnvolle und damit erfolgreiche Investition in Energiespartechnik Kaufkraft freisetzt? Das Geld wird natürlich nicht endgelagert sondern anderweitig verkonsumiert. Und mit diesem zusätzlichen/alternativen Konsum ist im Regelfall weiterer Energieverbrauch verbunden.
Aber selbst wenn das Einsparpotential von steigenden Weltmarktpreisen kassiert wird, kommt es zu keiner tatsächlichen Entlastung der Umwelt. Schließlich werden die Energie-Lagersätten für den Weltmarkt abgebaut. Da der Energiemarkt ein klassischer Verkäufermarkt ist, wird allenfalls der Preis, nicht jedoch die angebotene Menge durch die Nachfrageseite bestimmt.
In anderen Worten: Zu einer Einsparung von Energie käme es erst dann wenn die Förderländer auf Grund zu geringer Preise die Förderung zurückfahren würden – oder auf Grund zu niedriger Preise keine neuen Lagersätten mehr erschlossen werden würden.

Unter dem Strich kann man also sagen daß das Sparen von Energie in unserem Weltwirtschaftssystem zwar durchaus ökonomisch sinnvoll sein kann – aber letztendlich auf absehbare Zeit keine Auswirkung auf die Menge der verbrauchten fossilen Energie hat.
Eine echte Entlastung der Umwelt kann somit nur über eine funktionierende Kontrolle im Sinne einer Einschränkung der Förderung erfolgen. Alles Andere – regenerative Energien eingeschlossen – sind somit für das Weltklima ohne Belang.

Erst wenn regenerative Energien in der Erzeugung billiger sind als fossile Energien in der Förderung - wird der Verbrauch fossiler Energien ein Ende finden. Aber hierzu müßten die Förderkosten für einen Liter Rohöl bei ca. 2,5 € heutiger Kaufkraft liegen. Das wären knapp 300€ für das Barrel - wohlgemerkt Förderkosten - nicht Weltmarktpreis!
Aktuell liegen die Förderkosten im nahen Osten um 2€ je Barrel - in der Nordsee um die 15€.