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Strom macht 2010 spannend Das Anlagejahr 2010 steht wie bereits 2009 stark im Zeichen von Elektra. Beinahe-Kollapse deutscher Stromnetze als Folge übergroßer Windkraft-Einträge, Versorgungsengpässe in Frankreich - Astronomische Preiskapriolen in Schweden bei denen der Spotpreis teilweise das 25-fache über Normal zu liegen kommt... Atomausstieg und die Klimawandeldiskussion rund um das CO2 und Elektromobilität. Alles Ereignisse die deutlich machen daß unsere bisherigen Produktions- und Distributionsstrukturen für elektrische Energie nicht mehr zeitgemäß sind. Bereits heute können wir absehen wie die Stromversorgung der Zukunft aussehen wird. Die Elektromobilität für sich alleine genommen macht bereits deutlich daß wir vor einer gigantischen Zunahme der Nachfrage nach elektrischer Energie stehen. Selbst wenn das Elektroauto es in unserem Alltag "nur" zum Zweitwagen für die regionalen Transporte bringen sollte, ist diese Technik geeignet unseren Stromverbrauch um das Doppelte wachsen zu lassen. Dieser Strom muß produziert werden. Wahrscheinlich wird er dies zunehmend mit Hilfe von Windkraftanlagen. Letztere werden nicht nur größer - sie befinden sich auch zunehmend auf dem offenen Meer. Damit fühlen wir uns mit unserem Engagement in Siemens, Nordex und Vestas auf der Seite des Maschinenbaus weiterhin gut aufgestellt. Der Umstand daß besonders Windstrom nicht zwangsläufig dann anfällt wenn er tatsächlich gebraucht wird führt zu weiteren Investmentfeldern: Hier wäre auf der einen Seite der Ausbau der Fernleitungsnetze zu nennen, welche es erlauben lokale Überschüsse ab- bzw. umzuleiten. Hier geht es also um Infrastrukturprojekte an welchen vor allem Firmen wie Siemens, General Electric, ABB, Alstom profitieren werden. Zuguterletzt bietet das Smart-Grid einen weiteren Aspekt, welcher bislang in unseren Netzen praktisch keine Rolle gespielt hat: Die Verbraucherseite mutiert von einem reinen nominalen Abnehmer von fest verpreister Energie zu einem flexiblen Marktteilnehmer am Spot-Markt. Dies bedeutet daß vor allem Geräte mit Speicherbezug, und Geräte mit freier Betriebszeit sich grundlegend verändern werden. Elektroauto, Boiler und vielleicht sogar die Waschmaschine werden in Zukunft selbständig für ihren Besitzer einen Einschaltzeitpunkt wählen der ökonomisch vorteilhaft ist. Das setzt freilich spezifische Soft- und Hardware voraus, die zukünftig in unsere Haushaltsgeräte Einzug halten wird. In diesem Zusammenhang wird sich auch bei der KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) viel tun. Letztere wird wahrscheinlich die Photovoltaik als "Königsdisziplin des Privatmannes beim grünen Geldverdienen" ablösen. Nachfrageabhängig gesteuert kann gerade die KWK effektiv dazu beitragen das Stromnetz in Zeiten starker Belastung zu stützen. Auch dies letztendlich dank Lösungen welche Markt und Technik automatisiert zusammenführen. Auch hier finden sich bereits heute die zukünftigen Lösungen an den Börsen. Last but not least werden auch einige Versorger von dieser Entwicklung profitieren können. Hier sehe ich vor allem Potenzial bei jenen Anbietern welche bereits heute über technische Möglichkeiten verfügen überschüssigen Strom zu speichern. Als Vertreter dieser Klasse haben wir uns den Österreichischen Verbund herausgepickt. Als klassischer Kernkraft- und Netzbetreiber rundet in unserem Fall die finnische Fortum das Depot ab. SZ zum Thema: (10.01.2010) Die SZ beleuchtet die Sache noch aus zwei anderen Blickwinkeln: Zum einen aus der Sicht der Ökologie - und auch aus der Sicht der Wirtschaft. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/334/499610/text/ am 27.Juli 2009 zum Thema: (10.01.2010) WildBlog: Wandel in der Energiewirtschaft zeichnet sich ab |
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