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Griechenland, Europa und der Euro Europa hat Griechenland eine Roßkur verschrieben um das griechische Staatsdefizit auf ein die Stabilität des Euro nicht weiter gefährdendes Niveau zu bringen. Doch ist der Glaube überhaupt realistisch daß die geforderten Maßnahmen greifen können? Zunächst bleibt festzustellen daß Griechenland bereits in den letzten Jahren in Fragen der inneren Sicherheit eine schlechte Figur abgegeben hat. Und letzteres obwohl vor allem das Lohnniveau der Staatsbediensteten seit (der erschwindelten) Einführung des Euros um über 100% gestiegen war. Man muß wohl kein ausgesprochener Schwarzmaler sein um zu begreifen daß die für eine Sanierung des Staatshaushaltes erforderlichen Einschnitte unweigerlich geeinet sind weitere schwere Unruhen auf Athens Straßen zu entfachen welche geradezu zwangsläufig auch in eine politische Krise des Landes münden müssen. Das einzige Gegenmittel gegen dieses Szenario ist wiederum Geld. Geld das Griechenland nicht hat und wohl auch nicht auf dem Kapitalmarkt beschaffen kann. Folglich Geld das aus anderen EU-Staaten nach Griechenland umgeleitet werden müßte. Letzteres wäre in Anbetracht der wirtschaftlichen Dimension Griechenlands zwar durchaus zu schultern. Allerdings auch nur unter der Voraussetzung daß auf der iberischen Halbinsel nicht weitere Kandidaten mit ähnlichen Problemen auftauchen.
Die Politik gefällt sich beim Eiertanz in der Rolle als Opfer der Wirtschaft. Boni-Banker und böse Menschen die auf den Untergang Griechenlands "gewettet" haben geben freilich beim dumpfen Volk wohlfreile Sündenböcke ab. Wen stört es da schon dass dieses Bild nicht der Realität entspricht? Denn die Finanzkrise so wie wir sie heute in ihrer ganzen Breite vorfinden ist in erster Linie eine Folge von zu vielem und zu billigem Geld. Geld das die POLITIK dem Zauberlehrling gleich auf die Märkte losgelassen hatte und sich jetzt wundert dass dieses Geld ein Eigenleben entwickelt hat. Und damit muss man einfach auch einmal eine Lanze selbst für die Profiteure brechen. Profiteur ist heute de facto JEDER, der bei Zeiten seine Augen und Ohren aufgemacht und sein Hirn eingeschalten hat. Dahinter steckt weder Gier noch Destruktivität - Dahinter steckt der nackte Selbsterhaltungstrieb den man an den Tag legen muss, wenn man nicht zum Opfer politischer Entscheidungen werden möchte. Und Letzteres ist es ja was die Politik tatsächlich wurmt! Die Politik würde uns so gerne mit beiden Händen in die Taschen greifen. Und das geht nun einmal nur bei Bürgern die vor Begeisterung über jeden "populistischen dummen Spruch" leichtfertig die Hände aus den Taschen zum Klatschen nehmen. Deswegen ist natürlich Jeder "böse" der seine Faust fest um seine Geldbörse krampft. |
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