WildBlog.euLördag, 21:a Juli 2012
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Säfsen

Wegen des "Wildmarkspielplatzes" sind wir heute über Säfsen nachhausegefahren. Ja der Spielplatz ist tatsächlich eine nette Abwechslung wenngleich er mit Blick auf die Einrichtungen eigentlich mit Wildmark nichts zu tun hat. Für Pontus waren viele Geräte leider zu groß. Der Spielplatz richtet sich offensichtlich eher an Teenager und junge Erwachsene - was indes wieder wenig stimmig wirkt wenn man berücksichtigt daß der Spielplatz ja inmitten der Finnmark liegt - also in einer Gegend in der Teenager und junge Erwachsene Abenteuer "live" erleben könnten und dazu nicht wie Großstadtkinder auf einen Abenteuerspielplatz angewiesen wären.
Bei Lichte betrachtet stellt sich freilich ganz Säfsen als eine Art "Abenteuerspielplatz" jenseits des Originären dar. Ja in der Tat kann man hier ganz offensichtlich Alles machen was man in der Waldeinsamkeit machen kann. Wandern, Fischen, Radfahren, Kanufahren, Lagerfeuermachen... Das Einzige das hier verloren gegangen ist - das ist die Ruhe und die Einsamkeit. Hier bewegt man sich inmitten zahlreicher omnipräsenter "Gleichgesinnter" in "möblierter Landschaft".
Das Orignäre rundum liefert lediglich eine Art Kulisse am Horizont.

Die Grenze zum Kitsch wurde eindeutig mit etwa 7 im Halbkreis aufgereihten "Slogbod" überschritten. Normalerweise dient eine Slogbod in der Wildmark ferndab der nächsten Herrberge als "Unterschlupf" bei Schlechtwetter zum Kochen oder Schlafen. Ich habe noch nie auch nur zwei solche Windschutze an einer Stelle gesehen. Dort wo mehr Menschen unterwegs sind baut man logischerweise lieber Slogbod in kürzeren Abständen zueinander. In Säfsen sind diese ursprünglich buchstäblich notwendigen Einrichtungen zu einem netten aber seiner eigentlichen Funktion beraubten folkloristischen Ausstattungsdetail verkommen. Überdachter Grillplatz - und sollte man was vergessen haben - fragt man einfach bei einer der benachbarten Grillgruppen...

Unter dem Eindruck Säfsen stellt sich die Argumentation der Windkraftgegner in Nås mit Blick auf den Tourismus als wenig überzeugend dar. Sicher sehe ich unsere Waldeinsamkeit auch lieber ohne Windräder. Doch wenn Windräder dazu beitragen einen Tourismus à la Säfsen zu verhinbdern - dann ziehe ich doch die Windräder dem Tourismus vor.


Die Bodenvegetation hat bereits vor dem touristischen Druck kapituliert und sich auf traurige Restbestände zurückgezogen...