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Klimatflykling - Klimaflüchtling

Nun sind sie also doch schon in den Medien angekommen - die Klimaflüchtlinge welche in Folge des Klimawandels in Schweden erwartet werden.

Tatsächlich sind sie jedoch schon da, die Klimaflüchtlinge. Sie kommen aus Mitteleuropa, sind nicht unvermögend, anpassungsfähig und auch integrationswillig und verfügen i.d.R. über eine gute Schulbildung.
In Schweden werden sie daher noch als Investoren im weiteren Sinne wahrgenommen - und nicht als Flüchtlinge. Noch sind es ja auch nicht Jene, welche von der schieren Not getrieben quasi mittellos ihre Heimat verlassen müssen - sondern jene Aventgarde welche bereits präventiv auf das prognostizierte Szenario reagiert.
Ein weiteres Mal bewahrheitet sich der Satz "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben". Wer zu spät kommt, der wird nicht nur seine bisherige unbewegliche Habe nicht zu einem attraktiven Preis veräußern können, er wird zugleich im Zielland mit gestiegenen Preisen konfrontiert sein. In letzter Konsequenz besteht sogar noch ein grundlegenderes Problem für den Klimafüchtling: Er gilt nicht als Flüchtling im Sinne der Genfer Konvention und hat somit einen schwächeren Rechtsanspruch wenn es um die Frage eines möglichen Bleiberechts geht!

Die Waldpreise in Schweden aben sich alleine seit 2003 nicht zuletzt wegen der Zuwanderung von Holländern verdoppelt. Gerade in den dünner besiedelten Landgemeinden Svealands (der Region die innerhalb Schwedens laut SMHI vom Klimawandel am wenigsten negativ betroffen ist) sticht die Investitonstätigkeit der Niederländer bereits deutlich ins Auge. Sie kaufen Wald - sie bringen als Mittelständler sogar ihre Firmen und damit Arbeitsplätze mit in ihre neue Heimat.

Ein weiteres Mal zeigt sich daß Märkte schneller ansprechen als die feinste Journalistennase. Der Klimaflüchtling ist jetzt in den Medien angekommen - Es gibt ihn aber bereits seit ca. 10 Jahren!

Für Schweden ist diese Entwicklung aktuell ein Glücksfall. Die Klimaflüchtlinge bringen - wie im 19.Jhd den USA - Geld, und Arbeitsplätze und damit wirtschaftlichen Aufschwung - gerade in jene Regionen welche in den letzten 100 Jahren von Landflucht und Entvölkerung gezeichnet waren und zuletzt als wirtschaftliche Problemregionen galten.

Und dann ist da - auf der anderen Seite des Atlantik - ja noch George W Bush, der personifizierte Negator des anthropogenen Klimawandels. Der Mann von dem gemunkelt wird daß er gerade seine Ranch in Texas gegen eine Immobilie in Colorado eintauscht. George W Bush wäre damit ebenfalls als Klimaflüchtling zu bezeichnen. Sollte die im Brustton der Überzeugung geäußerte Skepsis am Klimawandel per se also nicht mehr gewesen sein als der überaus erfolgreiche Versuch einiger Leute Zeit zu gewinnen - Zeit die erforderlich ist sich selbst in aller Ruhe ökonomisch auf die sich veränderten Bedingungen einzustellen?