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Raupentransporter / Allwegtransporter "Järnhäst"

Für die kleineren Transportaufgaben im Wald haben wir uns jetzt einen Raupentransporter zugelegt. Die Wahl fiel nicht zuletzt dank des preislichen Entgegenkommens unseres neuen Honda-Händlers, der Fa. Jakob Berger aus Edling, auf einen Honda HP 500 BXE mit hydraulischer Kraftübertragung.
Für einen Raupentransporter sprach neben den topographischen Gegebenheiten des Einsatzgebietes vor allem der Wunsch den anvisierten körperkraftschonenden und effizienteren Transport von Maschinen, Baumaterial und Brennholz möglichst ohne eine Zunahme an Fahr- und Spurschäden am Gelände zu erreichen. Auch war mit Blick auf mögliche Transporte von und zu unseren Inseln auf Eis ein Fahrzeug gesucht, welches eine hohe Traktion mit geringem Flächendruck vereint.
Für den Honda sprach neben unseren ausnahmslos guten Erfahrungen mit der Marke vor allem die Klettereigenschaften des Honda unter Beladung.

Der wirtschaftliche Nutzen war bei der Entscheidung für dieses Gerät nachrangig. Zwar enbindet uns die Anschaffung durchaus von der Anlage einzelner Wege und Zufahrten - allerdings stehen diese Einsparungen zumindest mittelfristig in keiner legitimierenden Relation zum Anschaffungspreis. Hauptgrund ist letztendlich die Erleichterung von Arbeit, welcher mit den kommenden Jahren wachsende Bedeutung zukommen dürfte. Gerade in diesem Zusammenhang sprachen die besseren Argumente für eine Anschaffung eines hochwertigen Produkts zu einem relativ frühen Zeitpunkt.
Hierbei spielte natürlich auch die aktuelle Krise eine gewisse Rolle. Es ging natürlich auch darum Investitionen zu einem Zeitpunkt vorzuziehen, an dem letztere mit krisenbedingt günstigen Einkaufskonditionen verbunden werden konnten.



      Kauf und erste Inbetriebnahme geschrieben am 14.11.2009
        Fa. Jakob Berger aus Edling überzeugte durch eine schnelle, freundliche und unkomplizierte Abwicklung und Einweisung.
        Das Gerät selbst ist vor allem dank des stufenlosen Hydrostatgetriebes ausgesprochen führig und kann während dem Betrieb quasi spielend allen Fahrsituationen inklusive zentimitergenauem Rangieren angepaßt werden. Auch die im Vergleich mit anderen Raupentransportern eher niedrige Höchstgeschwindigkeit läßt eigentlich keine begründeten Wünsche offen.
        Lediglich bei der Verarbeitung der Kippmulde hätte ich eine etwas massivere Verarbeitung erwartet.


      Winterliche Testfahrten geschrieben am 12.2.2010
        In den letzten Wochen hatte ich den reichlichen Schnee in diesem Winter auch dazu genutzt ein paar Testfahrten mit dem Transpoter durchzuführen.
        Während die Maschine einer Schneehöhe von etwa 20 cm noch sehr gut gewachsen war, stieß der Raupentranspoter jenseits der 35 cm bereits bereits an seine Grenzen. Vor allem am Hang neigte das Gerät zum seitlichen Abschmieren und unregelmäßigem Eingraben der einen oder anderen Gleiskette, wobei selbst auf relativ ebenem Gelände bereits bedenkliche Schräglagen erreicht wurden. Bei Frontalanfahrten in den Hang schoben die Gleisketten mitunter trotz entsprechender Beladung den Schnee nur nach hinten durch ohne Vortrieb zu erreichen.
        Für den Tiefschneeeinsatz ist der Raupentransporter damit nur sehr bedingt geeignet. Die Transportstrecken müßten für einen sinnvollen Einsatz wohl entweder von Hand oder durch mehrfaches Befahren mit dem Transpoter "präpariert" werden.


      Praktischer Einsatz geschrieben am 01.09.2010
        Beim harten Arbeitseinsatz in Schweden hat sich der Allwegtranspoter umgehend den Spitznamen "Järnhäst" verdient. Die Erwartungen beim Transport von Brennholz und Gerät wurden voll und ganz erfüllt und bisweilen sogar übertroffen. Darüber hinaus erwies sich das Järnhäst als eine überzeugende Hilfe beim Rücken von gefällten Stämmen. Entgegen vorheriger Überlegungen musste zum Stämmerücken nicht einmal die Ladefläche ab- oder umgebaut werden. Die für die Bamsesäge auf 3-4 m abgelängten Stämme liessen sich auch über grössere Distanzen fast mühelos und sicher bewegen.
        Der Raupentransporter "Järnhäst" ist somit vom Status "teures Spielzeug" in die Kategorie "Unentbehrliches Arbeitsgerät" aufgerückt. Gerade bei der Produktion von Bauholz für den Eigenbedarf stellt die Möglichkeit auch entfernter anfallende Einzelstämme ohne grösseren Aufwand zur Säge transpotieren zu können einen auch wirtschaftlichen Gewinn dar, welcher eine Ammortissation der Anschaffung des "Eisernen Pferdes" in greifbare Nähe rücken lässt.
        Abschließend bleibt zu bemerken dass meine anfängliche Kritik an der augenscheinlich zu wenig stabilen Ladefläche sich als unberechtigt erwies. Die Ladefläche weist selbst nach dem Rücken grober Stämme und selbst der Beladung mit größeren kantigen Steinen lediglich die unvermeidlichen Lackschäden auf - jedoch keine Verformung. Positiv anzumerken ist auch dass die Klettereigenschaften im steilen Gelände in der Praxis die vom Hersteller angegebenen Werte deutlich übertreffen. Beim Brennholztransport liess sich der Raupentranspoter beladen mit rund 300 kg noch über kürzere Steigungen im Bereich von 100% sicher beherrschen und bewegen.


        Mit dem "Järnhäst" (Raumpentransporter) werden hier z.B. zwei Balken durch den Wald und über einen Bach zur Baustelle geführt.