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Wahlverlierer ´09: Die Grünen

Die eigentlichen Verlierer der Bundestagswahl sind die Grünen. Nein ich habe nicht übersehen daß die Grünen ihren Stimmenanteil ausbauen konnten. Aber wenn man bedenkt daß sich die Grünen bei dieser Wahl selbst um eine mögliche Regierungsbeteiligung gebracht haben - ist das ein herber Verlust für grüne Positionen.
An Statt sich auf fast schon überstanden gewähnte linke Positionen festzulegen hätten die Grünen gut daran getan sich verstärkt liberalen Themen anzunehmen. Hier hätte man nicht nur den Stimmenanteil der Piratenpartei abfischen können - man hätte wohl sogar mit "mehr Realo" und der Option Jamaica bis hinein in die Wählerschichten von Union und FDP Stimmen einfangen können.
Denn die Wähler wollten wohl im Kern nur zwei Sachen nicht: Sie wollten keine Fortsetzung der großen Koaliton - und sie wollten keine Rot-Roten Farbenspiele wagen. In dieser Konstellation hätten sich die Grünen als Zünglein an der Waage und Mehrheitsbeschaffer profilieren können. Letzteres wäre auch möglich gewesen, wenn die Grünen sich auf grüne Inhalte konzentriert - und auf sozialistische Gedankenspiele verzichtet hätten.
Hier wurde im Grunde genommen sogar eine historische Chance vertan. Denn aus der nun gewählten Position im linken Lager werden sich die Grünen auch mit Blick auf die kommende Bundestagswahl nicht freischwimmen können.
Und derweil stellt sich den Grünen noch ein anderes Problem: Je mehr die Volksparteien sich daran gewöhnen jene grünen Themen zu bedienen, welche der Bevölkerung mehrheitlich ein Anliegen sind - desto weniger werden die Grünen als "zwingend notwendige Alternative" wahrgenommen.
Lezteres hatten wir ja auch schon im zurückliegenden Wahlkampf erleben können. Die Bundeskanzlerin konnte sicher mit ihrem kategorischen Nein zum Ausbau der Kernkraft einige grün-konservative Wähler an die Union binden.