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Die Badehütte - Schweden-Bauobjekt 2010

Die Badehütte soll zwischen der in Planung befindlichen "Fiskarstuga" und der Saunahütte liegen und den Badeofen mit Dusche/Badewanne sowie die Waschmaschine beherrbergen.

Mit ihren 2x3m Innenmaß bietet diese Hütte eine gute Gelegenheit die angedachten Transportmethoden für Baumaterial durch wegeloses Gelände in der Praxis zu erproben ohne dabei das Gelingen des Vorhabens ganz von der Tauglichkeit der Transportmittel abhängig zu machen.
Die Timmerstomme habe ich bereits im Februar gesichert. Der Kontakt mit dem Zimmermann Tobias Mårtensson war angenehm und unkompliziert. Nach Leistung der gewünschten Anzahlung wurde ein Termin zur Abholung im Sommer vereinbart.

Die Abholung aus Avesta erfolgte mit unserem eigenen Anhänger, auch wenn dessen Kapazität selbst mit der auf zwei Fuhren aufgeteilten Last nahezu erschöpft war. Die Timmerstomme wurden nach dem Transport auf unserem "kleinen Bauhof" zwischengelagert.



Bild der Hütte aus der Verkaufsanzeige


Nach Rohdung der am Bauplatz befindlichen Fichten und Vorbereitung des Steingrundes gestaltete sich der Transport und das Aufstellen der Balken einfacher als gedacht.
Die Balken konnten mit dem Raupentransporter "Järnhäst" (http://www.wildblog.eu/blogarchiv/205.php) zu Zweien geführt und anschliessend sofort verbaut werden. Der Transport der Balken mitsamt dem Aufstellen des Rohbaus war ohne Hilfe einer zweiten Person binnen 4 Arbeitstagen geschafft.



Mit dem "Järnhäst" (Raumpentransporter) werden die Balken durch den Wald zur Baustelle gefahren.

Die Dachbalken samt Unterschalung und Dachlatten wurden mit hilfe der Bamsesäge selbst hergestellt. Die Dachziegel mit Ausnahme der Firstziegel waren bereits vor Jahren gebraucht erstanden worden.




Die Badehütte mit Ziegel-Aussendach an der ihr zugedachten Stelle.





    Waschmaschine im teilweisen Solarbetrieb geschrieben am 12.7.2011
      Nach dem Einbau des Bohlenbodens wurde zunächst die Waschmaschine installiert. Die technische Herausforderung bei der Waschmaschine war die Stromversorgung. Es war schnell klar daß ein 100%iger Solarbetrieb nur mit unangemessen hohem Aufwand bei den Batterien zu realisieren wäre, da deren Kapazität so zu bemessen gewesen wäre daß während Entnahme des Heizstroms (2 kw Last für ca. 20 Minuten) der mit der Stromentnahme verbundene Spannungsabfall nicht zu einer Abschaltung des Wechselrichters führt.
      Auf der anderen Seite erschien es mir auch nicht vertretbar die Waschmaschine mit dem Benzingenerator zu betreiben, der das Gros der Zeit nur unter minimaler Auslastung vor sich hinbellen würde.
      Die Lösung war schließlich die Waschmaschine etwas zu modifizieren. Die Litzen zu den Heizstäben wurden gekappt und durch ein Relais ersetzt welches die Heizstäbe über einen zweiten Gerätestecker an der Waschmaschine mit Strom versorgt. Dieser zweite Stecker kommt in eine Steckdose die vom Benzingenerator gespeist wird. Mit diesem Eingriff konnte der mechanische Teil des Waschvorgangs vom thermischen getrennt werden. Den mechanischen Teil übernimmt nun eine 160-Watt-Inselsolaranlage über eine 12V 200AH-Batterie. Die Erwärmung der Waschlauge erfolgt mit einem Stromgenerator. Die Generatorlaufzeit konnte somit bei einer 60°-Wäsche von 140 Minuten auf 20 Minuten bzw. um 85% gesenkt werden. Das Benzinaggregat arbeitet während seiner Betriebsdauer unter Vollast und stünde im Falle fehlender Sonnenstrahlen auch als Ladehilfe für die Batterie zur Verfügung.

    Badeofen geschrieben am 12.7.2011
      Nach dem Kauf einer Badewanne konnte nun auch der Badeofen eingeweiht werden. Die alte Technik überzeugte durch ihre Leistungskraft. Mit einer vergleichsweise kleinen Holzfüllung läßt sich der Wasserinhalt des Boilers mühelos auf eine Temperatur erhitzen die ein komfortables Vollbad und anschließendes warmes Abduschen erlaubt. Die Wasserversorgung erfolgt über eine druckregulierte Pumpe welche über die Solaranlage mit Strom versorgt wird.