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Crash voraus! Am Anfange war es mit Blick auf die Schaffung von Sicherheit und Vertrauen absolut richtig normale Spareinlagen davor zu bewahren im Zuge von Insolvenzen in den Strudel von untergehenden Derivaten gelangen zu lassen. Vielleicht wählte die öffentliche Meinung hier einfach den falschen Begriff - als man von Rettungsschirmen zu faseln begann - anstatt auf die etwas weniger komfortable Vorstellung eines Rettungsrings zurückzugreifen. Ja Rettungsringe wären angemessen gewesen. Denn niemandem ist geholfen wenn die Strukturen auf denen unsere Gesellschaft fußt einfach untergehen. Aber Rettungsschirme? Schirme die im übertragenen Sinne in Not Geratene nicht einmal mehr ansatzweise ihre Notsituation spüren lassen, bergen bereits in sich wieder neue Gefahren. Wenn die Aussicht im Notfall gerettet zu werden zu bequem und zu selbstverständlich erscheint - dann sinkt damit die Bereitschaft Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Und an diesem Punkt sind wir nun mit der Debatte um "Konsumgutscheine" auch in erschreckend kurzer Zeit angekommen. Das "in die Bredouille geraten und gerettet werden müssen" droht nun in einer Gesellschaft, in der Jammern auf hohem Niveau ja ohnehin schon zum guten Ton gehört, zur sportiven Selbstverständlichkeit zu werden. Doch da ist ein Problem: Wenn die Inanspruchnahme von Hilfe für Alle und Jeden zur Selbstverständlichkeit wird - dann mutiert das System unweigerlich zu "Rette sich wer kann". Und damit wird auch unweigerlich jener Zustand von Anarchie erreicht, den es anfangs ja eigentlich mit der Installation von Hilfsvorkehrungen zu vermeiden galt. Also willkommen im Szenario "Rette sich wer kann". Wer sich jetzt nicht selbst hilft - dem ist nicht mehr zu helfen. |
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