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Realwirtschaft und Finanzwirtschaft Realwirtschaft und Finanzwirtschaft sind untrennbar miteinander verbunden. Wer würde bestreiten wollen daß auch Buchgewinne den Konsum anregen? Wer möchte den Zusammenhang aus Buchgewinnen und Krediten in Abrede stellen? Die Welt hat nun jahrzehntelang ein sehr interessantes Spiel gespielt: Ausgehend von etwas Ersparten werden Aktien gekauft. Weil Alle Aktien kaufen schnellen die Kurse in die Höhe. Weil die Aktien ständig teurer werden will man sich natürlich nicht verkaufen. Wenn man Geld für eine größere Investition benötigt bringt man das Aktienpaket einfach zu seinem Buchwert (der ja ständig steigt) als Sicherheit für einen Kredit ein. Mit dem Kredit kauft man z.B. eine Immobilie. Welche wegen der allgemein hohen Nachfrage ebenfalls permanent im Wert steigt. Benötigt man nun auch noch ein Auto - kann man ja auch den Wertzuwachs der Immobilie beleihen. Auf diese Weise entsteht ein sich selbst verstärkender Regelkreis in einer boomenden Wirtschaft. Allen Unternehmen geht es prächtig weil ständig neue Kredite den Konsum anheizen. Davon profitieren die Dividenden und natürlich auch die Aktienkurse. Und auch ständig steigende Immobilienpreise ermöglichen einen fast immerwährenden Bauboom. Das aktuelle Problem liegt nun darin daß offensichtlich immer mehr Leuten klar geworden ist daß im Zusammenhang mit den Sicherheiten von Sicherheit keine Rede sein kann. Wer also Geld verliehen hat möchte es nun lieber wieder zurück haben. Und was als sich selbst verstärkender Kreditboom begonnen hat kehrt sich jäh um in sein Gegenteil. Allerdings mit dem kleinen aber entscheidenden Unterschied daß die Geschwindigkeit der Rückabwicklung wächst. Die Preise für Aktien sinken - die Preise für überteuerte Immobilien fallen. Und überall tun sich die Löcher auf. Löcher die größtenteils mitlerweile selbst weiterverkauft wurden. Eine Rettung aus diesem Dilemma ist jedoch gar nicht möglich. Selbst zusätzliche Liquidität kann nichts an der Tatsache ändern daß es nun Jedem klar ist daß da ein Problem ist. Weitere Zinssenkungen der FED und EZB scheitern an dieser Tatsache. Damit wird deutlich daß es gar keine Alternative zu einer Politik angemessen teuren Geldes geben kann. Daran wird sich auch die Geldpolitik der Zentralbanken orientieren müssen. Es mutet schließlich realitätsfremd an wenn sich die Zentralbanken zu ständig neuen Niedrigzinsrekorden abschwingen, während selbst die mit diesem billigen Geld versorgten Banken nicht dazubereit sind billiges Geld weiterzureichen. |
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