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Von Durchhalteparolen und Realitätsverlust

Vorneweg eine Notiz aus dem Dezember 2004.

"Wie Axel Weber, Präsident der Bundesbank, gegenüber der Presse erklärte, könne der Verkauf von (Gold-)Reserven kein Mittel sein, um den Staatshaushalt zu sanieren.
Bundesfinanzminister Eichel kritisierte die Entscheidung der Bundesbank scharf und warf ihr indirekt vor, mit dem Volksvermögen nicht sinnvoll umzugehen.
"

Heute lässt sich der ehemalige Finazminister Eichel (SPD) im Handelsblatt mit nachfolgendem Bekenntnis zu griechischen Staatsanleihen zitieren.



Ja so eine Aussage hat durchaus Gewicht aus dem Munde eines Mannes der vor rund 5 Jahren dafür plädierte tonnenweise Gold aus Bundesbankbeständen zu rund 325€ die Feinunze zu verschleudern. (Heute kostet die Feinunze 900€.)
Das einzig positive das ich der Sache (von der angeblich gesundheitsförderlichen Wirkung des Lachens einmal abgesehen) abgewinnen kann ist dass der ehemalige Lehrer Hans Eichel heute wenigstens durch Absenz seiner Person vom Schuldienst nicht weiter "die Zukunft Anderer gefährdet".

Ansonsten bleibt festzuhalten dass wir jetzt offensichtlich schon auf dem Niveau "Durchhalteparolen" angelangt sind. Dort wo es früher geheissen hatte Gold gab ich zur Wehr - Eisen nahm ich zur Ehr... - kommt man heute immerhin mit weniger martialischen Worten aus und belässt es bei "Kauft Staatsanleihen als Zeichen der Solidarität".


    Zwei Jahre später... geschrieben am 24.3.2012
      haben vor allem Kleinanleger mit Griechischen Staatsanleihen praktisch den kompetten Zeichnungsbetrag eingebüßt. Ich hoffe von Herzen daß Ex-Bundesfinanzminister ein sehr großes Zeichen der Solidarität setzen konnte.
      Ich habe übrigens neulich auch in Griechenland ein Zeichen der Solidarität gesetzt. Als die Aktien der Hellenic Telekomm zum Nominalwert zu haben waren, konnte ich einfach nicht widerstehen.