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Ford Ranger Blackwood

Unser Nächster ist ein Ford. Das Sondermodell Blackwood konnte sowohl preislich als auch in punkto Ausstattung und Aussehen überzeugen.
Das etwas kantige Äußere kam meinem Geschmack auch mehr entgegen als die rundgelutschten Modelle der Mitbewerber. Schade daß Toyota bei diesem Aspekt wie auch beim Preis nicht annähernd mithalten konnte. Unseren "alten Hilux" hätten wir in Neu sofort wieder gekauft.
Der Ranger konnte durch einen starken aber dennoch gutmütigen Antrieb überzeugen. Auch in Sachen komfort hatte der Ranger einfach mehr zu bieten als der neue Hilux. Der Ranger hat vor allem auf den vorderen Sitzplätzen Wohnzimmerqualität.
Gerne sehen wir auch die mit 3 to beachtliche Anhängelast.

Etwas suboptimal verliefen lediglich die Informationsbeschaffung bei Ford. Einen Prospekt zu unserem Sondermodell haben wir ebenso vermißt wie eine souveräne Beratung. Einige technische Fragen mußten wir uns quasi selbst anhand eines Vorführfahrzeuges beantworten. In Sachen Händlerinformation hat Ford ein gravierendes Defizit.
Große Erwartungen setzen wir in das Hardtop. Gerade jetzt mit Kind fehlte zuletzt ein regengeschützter "Kofferraum" - der hier zudem auf Reisen auch noch als "Schlafzimmer" für den Nachwuchs vorgesehen ist.
Negativ war auch anzumerken daß der vereinbarte Liefertermin um mehrere Monate überschritten wurde. Dieser Nachteil wurde in unserem Fall jedoch durch eine verbesserte Ausstattung ausgeglichen. Insbesondere die zu öffnenden Fenster des Hardtop sehen wir gerne. Sie machen das Fahrzeug nicht nur schöner - sie dürften auch der vorgesehenen Nutzung als "Schlafkabine" entgegenkommen.
Nun muß unser Ford Ranger Blackwood nur noch mit einer Standheizung nachgerüstet werden. Auch der Ausbau der Ladefläche sollte bis zum Sommer abgeschlossen sein.


    2000 km: geschrieben am 11.07.2009
      Nun sind bald die ersten 2.000 km gefahren. Absolut überzeugen kann der Ford Ranger in Sachen Komfort. Selbst bei Geschwindigkeiten über 100km/h wird die Reise nicht zur Belastungsprobe für die Ohren. Bestnoten auch im Betrieb mit Nachläufer. Der Ranger ist mein erstes Auto bei dem man selbst bem Überholen zeitweise vergißt daß man mit Anhänger unterwegs ist.
      Negativ ist mir lediglich das geringe Drehmoment im unteren Drehzahlbereich aufgefallen. Insbesondere beim Anfahren läßt sich der Ranger im Vergleich zu unserem Toyota Hilux sehr leicht abwürgen.
      Sehr glücklich sind wir mittlerweile mit der Klimaanlage. Insbesondere bei schwülem Wetter ist es sehr angenehm die Raumluft entfeuchten zu können.
      Als negativ empfinde ich noch immer den "Neuwagengeruch" der insbesondere auf längeren Fahrten bei schlechter Belüftung gelegentlich noch Kopfschmerzen mit sich bringt.

      Beim Handling schränkt die wegen optionaler Seitenairbags breit ausgefallene B-Säule die Übersichtlichkeit etwas ein. Etwas länger als gewohnt dauerte auch die Entwicklung eines Gefühls für die Ausmaße des Fahrzeugs. In diesem Zusammenhang sind allerdings die Außenspiegel positiv hervorzuheben.
      Die beiden zusätzlichen Scheiben des Hardtops führen jedoch zu Spiegelungen, welche bisweilen irritieren können. Mitunter werden Fahrzeuge aus dem Gegenverkehr als nachfolgende Fahrzeuge wahrgenommen.


    7000 km: geschrieben am 22.09.2009
      Inzwischen war unser Ranger mit uns ohne jegliche Probleme bis in Schweden gewesen. Negativ ist anzumerken daß im Anhängerbetrieb der Verbrauch zwischen konstanten 100 km/h und 120 km/h dramatisch von um die 10 Liter auf fast 16 Liter ansteigt.
      Ansonsten fällt der Ranger in der Warmlaufphase durch zum Teil sehr ausgeprägtes Nageln im unteren Drehzahlbereich auf.
      Insgesamt sind wir jedoch weiterhin durchaus zufrieden. Der Verbrauch bei gesetzeskonformen Geschwindigkeiten im Anhängerbetrieb und bei Fahrten ohne Nachläufer erscheint unter Berücksichtigung von Fahrzeuggewichts und der zeitweise eingeschalteten Klimaanlage als durchaus angemessen - ja günstig.


    10.000 km: geschrieben am 15.11.2009
      Die ersten 10.000 km hat unser Ranger klaglos gemeistert. Das zuletzt kritisierte Nageln in der Warmlaufphase läßt sich durch Betätigung der Motoraufwärmung vermeiden.
      Obwohl ich mich insgesamt inzwischen gut an den Ranger gewöhnt habe, bleibt festzuhalten daß der Ranger sich beim Anfahren vergleichsweise leicht abwürgen läßt.


    15.000 km - Einbau der Stanheizung geschrieben am 13.6.2010
      Der Ranger wurde nun mit einer Eberspächer D4WS Standheizung ausgestattet. Das Gerät überzeugt durch seinen außergewöhnlich kultivierten Lauf. Das von unseren Webasto-Heizungen her bekannte "Röhren" bei Start sowie das "Schnalzen" der Dieselpumpe sind hier entweder nicht vorhanden oder sind nicht wahrzunehmen.
      Positiv fällt auch die Fernbedienung auf. Der Sender ist zwar erheblich größer als der "Schlüsselanhänger" der Webasto, überzeugt jedoch durch die Kommunikation zwischen Fernbedienung und Fahrzeug. Im Gegensatz zur Webasto erkennt der Benutzer die aktuelle Raumtemperatur im Fahrzeug und er kann sich zudem vom tatsächlichen Betriebszustand des Aggregats überzeugen. Bei der Websasto hatten wir es oft erlebt daß die Betriebsanzeige-Diode der Fernbedienung den Betrieb der Standheizung angezeigt hatte obwohl sich das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Befehlserteilung offensichtlich außerhalb der Reichweite des Senders befunden hatte.
      Negativ ist lediglich die optische Gestaltung des Senders aufgefallen. Ein rot beleuchtes Display trifft unseren Geschmack ebenso wenig wie das Wurzelholzdesign in Kunststoff. Dieser Nachteil wird jedoch wieder vom Vorhandensein eines Ein/Aus-Knopfs an der Bedienkonsole im Fahrzeug ausgeglichen. Der Handsender ist also keineswegs notwendiger "ständiger Begleiter" - sondern wird in unserem Falle wohl nur im jeweiligen Haus zur Anwendung kommen.

    60.000 km - kleinere Probleme geschrieben am 25.3.2012
      3 Jahre wird unser Ranger nun alt. Etwas Ärger gab es bislang mit der Servobremse die mitunter im Stand an Bremsdruck verlor. Dieses Manko wurde von Ford auf Garantie behoben - tauchte aber nun erneut auf. Auch aus dem Antriebsstrang sind vereinzelt nicht näher definierbare Geräusche zu vernehmen. Auch die elektrische Verstellbarkeit der Außenspiegel hat sich ohne erkennbare Ursache bereits "verabschiedet".
      Hier muß man ganz klar sagen daß so etwas bei einem noch so jungen Fahrzeug eigentlich nicht vorkommen dürfte und ein gewisses Gefühl von Unsicherheit erzeugt die das Vertrauen in die Zuverlässigkeit des Fahrzeuges schwächt. Schließlich kauft man sich ja keinen Neuwagen um sich bereits nach 3 Jahren so wohl zu fühlen wie in einem aus unbekannter Hand übernommenen Gebrauchten.

      Die Suche nach einem geeigneten "Nachfolger" hat also bereits eingesetzt. Da der Volkswagen Amarok wegen seiner etwas "limitlastigen" Motorisierung (Biturbo statt Hubraum) nicht wirklich überzeugen kann - wird der Nächste wohl wieder ein Toyota sein. Wohl nicht zuletzt auch weil Toyota Knunbauer in Schardenberg als Service-Partner rundum überzeugen konnte.