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Aufweichung der Klimaziele

Die USA haben es uns vorgemacht wohin man kommt wenn die Politik jahrzehntelang den kurzfristigen Interessen der Autobauer und ihrer Kunden nachkommt. Die großen Drei – GM, Ford und Chrysler sind konkursreif. Wohlgemerkt nicht wegen der Finanzkrise – sondern wegen der Tatsache daß Autos aus Amerika trotz Schnäppchenpreise nicht einmal mehr in Amerika den entsprechenden Absatz finden.

Fragt man danach wie es so weit kommen konnte fällt einem vor allem die Politik ein, die was die Autobauer anbelangt stets besondere Rücksichten genommen hat. Die Demokraten haben es sich niemals mit den Arbeitern und ihren Gewerkschaften verderben wollen – die Republikaner nicht mit den Konzerchefs.
Detorit bekam immer Hilfe – nicht zuletzt in Form kontinuierlich niedriger Steuern auf Kraftstoffe.
Und was hat diese liebevolle politische Fürsorge gebracht? s.O.

Die Forderung seitens der deutschen C-Parteien den Entwicklungsdruck auf die Fahrzeugindustrie zu mindern birgt mittel- bis langfristig die gleichen Gefahren wie die politische Rücksichtsnahme in den USA. Die Folge ist die daß das Auto der Zukunft dann wohl anderswo erdacht – und dann auch eines Tages anderswo gemacht wird.
In Schweden wurde bereits laut darüber nachgedacht ab dem Jahr 2025 benzingetriebene Kraftfahrzeuge zu verbieten. Auch Kat hat ja auch seinerzeit gezeigt wie schnell sich veränderte Anforderungen weltweit durchsetzen können.
Die C-Parteien täten also gut daran diesen Zusammenhang zu erkennen. Aber hier bleibt die grundsätzliche Frage ob diese Parteien strukturell hierzu in der Lage sind. Im Hinterkopf spukt da ja doch immer noch der Wahlkampfsloagan „Keine Experimente“ aus den Wirtschaftswunderjahren mit. Und das in zwei Parteien deren Stammwählerschaft derzeit schneller altert als der Bevölkerungsschnitt.
Das Festhalten am schönen Gestern ist heute keine konservative Tugend mehr – sondern bereits ein senil anmutender Realitätsverlust.