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Das Dreiländerauto


Als "Österreicher" hatte er seine Strassellaufbahn begonnen - und nun ist er nach einem kurzen Intermezzo mit einem deutschen Kennzeichen - zubesterletzt "ein Schwede" geworden, der Nissan Navara.



Geleichwohl ich die Vorzuege des schwedischen Kennzeichens vor allem im "emotionalen Bereich" sehe, gibt es durchaus auch handfeste praktische Gruende. Der Wichtigste ist die Möglichkeit das Fahrzeug ganz nach Belieben - per App - an- und ab-melden zu können. Einfach so - ohne Terminvereinbarungen ohne Rumrennerei mit Nummerntafeln und ohne Papiergedöns.
Da Steuer und Versicherung nur fuer die Zeiten berechnet werden, in denen das Fahrzeug zugelassen ist - besteht die Möglichkeit in den Zeiten, in denen das Fahrzeug ohnedies nicht benötigt wird, diese Kosten zu sparen.

Das einzige was mich stört: Eine schwedische Autonummer war fuer mich immer drei Buchstaben gefolgt von drei Ziffern. Dass nach dem jetzt geltenden System an Stelle der letzten Nummer auch ein Buchstabe stehen kann... daran muss ich mich erst noch gewöhnen...

Postitiv ist jedenfalls anzumerken dass die Versicherung hier - gleichwohl es kein Bonus/Malus bzw. "Schadenfreiheitsgedöns" gibt (Ich hatte die billigste Stufe wegen Unfallfrei...) - erheblich guenstiger ist als in Deutschland.
Aber nachdem der klägliche Rest an Freiheit in Deutschland auf einigen Strassenabschnitten in Form von Geschwindigkeit erlebt sein will... ist es natuerlich verständlich dass man fuer dieses schadenträchtige Freiheitsgefuehl bereit ist auch etwas tiefer in die Tasche zu greifen... "Freie Fahrt fuer blöde Buerger..."



Der Ummeldevorgang war auch denkbar einfach und in weiten Teilen online zu machen.
Einfach bei Trafikverket die entsprechenden Unterlagen fuer den Eigentumsnachweis runterladen und ausfuellen - dann online die Vorabrechnung bezahlen - dann die "alten Fahrzeugpapiere" in ein Kuvert und als Wertsendung an Trafikverket...

Nach guten zwei Wochen kam dann die Mitteilung dass die "Urpsrungskontroll" abgeschlossen ist - und nichts gegen eine zollfreie Einfuhr als "Umzugsgut" spricht.

Dann noch einen Termin in Vansbro bei Bilprovning (sowas wie in Deutschland der TUV) fuer die Registreringsbesiktning (witziger Weise war der Angestellte von Bilprovningen ein gebuertiger Deutscher....)

Und jetzt kamen auch schon die Nummerntafeln mit der Post - und ich konnte ihn auch gleich online versichern und anmelden...



Da die Anhänger mit keinen groesseren Kosten verbunden sind - habe ich deren "Einflaggung" erstmal keine Priorität eingeräumt. Hier mögen auch die Erfahrungen von der Umflaggung von Österreich nach Deutschland eine Rolle spielen - das war ja "etwas nervenaufreibend" und gerade wegen der vielen Wege "nicht mehr ganz billig".
Aber vielleicht erweist sich Schweden ja auch da als "Insel der Glueckseeligen was Buerokratievermeidung anbelangt" - und es geht "lätt som en plätt"...