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Import und Zulassen eines Traktors nach Schweden

Da ich mittelfristig einige Autos nach Schweden ausflaggen möchte - fand sich im Goldoni-Kleintraktor ein geeigneter Versuchsballon. Das Fahrzeug wurde zunächst mit einem deutschen Saisonkennzeichen ausgestattet. Einerseits um das Fahrzeug sofort in Schweden einsetzen zu können - zum Anderen um im weiteren Verlauf die Frage des Eigentumnachweises zu vereinfachen.
Das Procedere ist im Prinzip auf der Homepage von Trafikverket hinreichend verständlich beschrieben. Also wurden die Unterlagen entsprechend zusammengestellt und eingeschrieben aus Schweden an Trafikverket geschickt. Die Antwort kam prompt binnen einer Woche und legte eine uns bis dato nicht einmal bekannte, von Skatteverket verursachte, Stolperstelle offen: Bei der Nummer welche ich bislang als Samordningsnummer verstanden hatte - handelte es sich nicht um eine Solche - sondern lediglich um eine nicht näher benannte Nummer welche mir seinerzeit im Zusammenhang mit dem Grunderwerb zugeteilt worden war. Bevor es mit der Zulassung des Traktors weitergehen konnte - musste also eine richtige Samordningsnummer bei Skatteverket angefordert und zugeteilt werden.
Ausgesprochen positiv hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang dass sich Trafikverket hier selbständig als Helfer einschaltete, was den Prozess wohl nicht unerheblich verkürzt haben dürfte. Mein Part bestand hierbei in der Anfertigung und Zusendung von Kopien meines Reisepasses. Nach einer weiteren Woche hatte ich eine richtige Samordningsnummer und der stockende Prozess nahm weiter seinen Lauf.
Wieder eine Woche später kam der Bescheid von Trafikverket über die Zulässigkeit meines Antrags.
Und damit wurde es nun wirklich kompliziert: Anders als auf der Homepage von Trafikverket gemeldet fühlt sich Bilprovning nicht für Traktoren zuständig. Der richtige Ansprechpartner ist SMP (Svensk Maskin Provning)! Die Besonderheit hier: Man bringt nicht das Fahrzeug zu MSP - sondern der zuständige Ingenieur kommt zum Fahrzeug. Letzteres brachte es mit sich dass nach einigen Tagen verzögerung durch die vergeblichen Anfragen bei Bilprovning auch noch rund 2 Wochen bis zu einem geeigneten Termin mit dem Ingenieur ins Land zogen. Zum Glück gerade noch rechtzeitig innerhalb unseres 6-wöchigen Aufenthalts. Allerdings war damit auch klar dass alle weiteren (z.T. eingeschriebenen) Unterlagen uns über Umwege erreichen mussten.

Wie bereits erahnt fiel die technische Untersuchung des Traktors mit rund 3.000 SEK vergleichsweise teuer - wenn gleich mit Blick auf den in Anspruch genommenen Aufwand durchaus fair kalkuliert - aus. Das Ergebnis war jedenfalls ein positiver Bescheid mit Zuteilung eines amtlichen Kennzeichens.



    Zulassungsformalitäten abgeschlossen geschrieben am 6.10.2014
      Heute erreichten mich das Kennzeichen und die Fahrzeugpapiere womit der Import des Traktors abgeschlossen ist.
      Äußerst positiv ist die Möglichkeit sich ohne Probleme bei Transportstyrelsen einloggen zu können um das Fahrzeug zuzulassen oder abzumelden. Die Möglichkeit dies auch online und sogar auf Termin machen zu können macht eine Registrierung in Schweden auch für PKW/LKW äußerst interessant. Vor allem wenn wie in unserem Fall Sommer- und Winterauto sehr unterschiedlichen Leistungsklassen angehören - dürfte diese Art des temporären Fahrzeugwechsels günstiger kommen als das österreichische Wechselkennzeichen bei welchem ja man ständig für das teuerste Fahrzeug bezahlt - wobei Zusatzversicherungen wie Teil- oder Vollkasko sogar noch unberücksichtigt sind.
      Mit anderen Worten: Wir werden im Laufe der kommenden Jahre unseren gesamten Fahrzeugpark sukzessive nach Schweden "ausflaggen". Besonders zu statten kommt uns ja dass unsere Fahrzeuge ja tatsächlich nie 3 Monate in Österreich (oder Deutschland) verbleiben und so die üblichen Import- und Registrierungsbestimmungen gar nicht zu Tragen kommen.