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Die Turbo-Geldvernichtung Die Finanzkrise nimmt an Fahrt auf. Das Augenmerk liegt nun auf den Aktienmärkten, wo unbeirrt weiter Luft aus der Blase abgelassen wird. Eine Entwicklung die sich noch nahtlos in das deflationäre Szenario einfügt. Angesichts der aktuellen Spannweite der Krise stellt sich nun vor allem die Frage wann nun auch die Anleihen in den Strudel der Entwicklung geraten. Vor allem niedrig rentierende Papiere von Emittenten mit Vertrauensverlust dürften alsbald mit deutlichen Abschlägen auf den Ausgabepreis gestraft werden. Somit wird es zunehmend eng - auch in den sicheren Häfen. Bei den Edelmetallen ist bereits in der Vergangenheit das Kursrisiko als Folge einer wachsenden Diskrepanz zwischen Produktionskosten und Marktpreis deutlich gestiegen. Bargeld leidet in vergleichbarem Umfang unter dem Damoklesschwert einer drohenden Inflation. Die hieraus resultierende Hektik an den Märkten ist bereits unübersehbar. Im Zeichen eines ubiquitären Kapitalmangels sucht das noch vorhandene freie Kapital nach einer sicheren Zuflucht. An dieser Stelle zeigt sich daß der Entwicklungsgrad des Kapitalismus selbst in der westlichen Welt zu einem Problem geworden ist. Die Menschen die noch Kapital besitzen haben vielfach keine nennenswerten Konsumwünsche (Stichwort: Neue Bescheidenheit). Sie können in der aktuellen Situation also nicht dier Realwirtschaft von der Nachfrageseite her unter die Arme greifen. Und Menschen ohne Kapital können dies ebensowenig, da ihnen ohne Sicherheiten der Zugang zu den Kreditmärkten verschlossen ist. Und die Gruppe der Menschen die in den vergangenen Jahren dank sprudelnder Gewinne aus ihren Kapitalanlagen oder Tätigkeiten üppig konsumieren konnten, können dies nun nicht mehr da ihnen die Quelle ihrer Kaufkraft vielfach versiegt ist. Druck kann somit nur noch von Seiten der Inflation auf das vorhandene Kapital sich in den Wirtschaftskreislauf zu integrieren aufgebaut werden. Doch dieser Ansatz führt aus den genannten Gründen zu keiner Belebung der Wirtschaft - sondern lediglich zu einer fieberhaften Suche nach geeigneten und sicher erscheinenden Anlageformen. Und spätestens an diesem Punkt wird auch deutlich daß das eigentliche Problem doch i der "Vergewaltigung der Märkte" durch die Politik liegt. All die Rettungsschirme und Bürgschaften haben letztendlich nur dazu beigetragen daß das vorhandene Kapital keine Ventile sich zu investieren findet. So lange es in praktisch allen Anlageformen noch künstlich angestaute Luft gibt, werden diese Anlageformen vom existierenden freien Kapital gemieden werden. Der beste Weg aus der Krise führt also mitten durch die Krise. Je schneller desto besser. Die Hoffnung lastet aktuell auf den Aktienmärkten. Diese haben das Potenzial in kurzer Zeit so weit zu korrigieren daß sie auch für risikoscheues Kapital wieder zu einer Option werden. Vielleicht war es Das, was der Volkswirt der Deutschen Bank erkannt hat, und was ihn zu der in der Wirtschaft bis dato einzigartigen Haltung bewegt hat endlich die Schwere des Problems offensiv anzusprechen um so den Weg zu einem beschleunigten Durchsacken der Märkte zu ebnen. Damit es wieder bergauf gehen kann benötigen wir schließlich zunächst einen sicheren Boden. |
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